BRASSERIE

Entschleunigter Genuss

Gut Ding braucht Weile, ein altes Sprichwort, das im Bits and Bites wahrer nicht sein könnte. Hier kocht man auf höchstem Niveau und das braucht nun mal seine Zeit. Manche Zutaten werden Tage im Voraus bereits zubereitet. Für eine ordentliche Jus braucht der Koch schon mehrere Tage, genauso wie das unfassbar weiche Pulled Pork, das nach mehreren Tagen im Ofen dann appetitlich von selbst auseinanderfällt. Der Rest der Zutaten kommt nur ganz frisch zubereitet auf den Tisch. Und das braucht auch Zeit. Diese Zeit soll sich aber nicht nur die Zubereitung gönnen, auch die Gäste. Bewusst entschleunigt eben.

Gekocht wird im Prinzip französisch, mit Spezialisierung auf Modern Cuisine. Inspiration holt man sich mitunter auch woanders, zum Beispiel in der Molekularküche. Gelernt hat Geschäftsführer Stan bei den besten, nun bricht er die gehobene Michelin Star Küche auf eine Brasserie herunter. Der Anspruch bleibt, das drumherum wird jedoch auf gemütlich herunter reduziert. Das Frühstück – mit dem vielleicht besten Porridge der Stadt – liegt in Farangis Händen, folgt aber dem gleichen Prinzip. Essen und Genuss auf höchstem Niveau, das man sich aber leisten kann. Und bei dessen Verzehr man ganz nebenbei wunderbar entschleunigt wird.

Reservierungen

Öffnungszeiten

Mi - Sa: 10 – 15 & 18 – 22 | So: 10 – 15
Mittagstisch: Mi - Fr: 11 -15
Dinner: Mi - Sa
Weekendbrunch: Fr - So und Feiertags

HAUPTRAUM

Das Herzstück des Hauptraums bildet die offene Küche. Gemeinsam mit Architekt Phillip Latzer wurde ein nachhaltiges Konzept ausgearbeitet, das moderne bionische Elemente mit naturnahen Materialien wie Altholzplatten und Recyclingglas zusammenführt. Die Einrichtung ist geradlinig und geometrisch gehalten und wird von in regelmäßigen Abständen wechselnden Bildern verschiedener Künstler ergänzt.

LOUNGE

In der Lounge oder vom Team auch liebevoll ‚Wohnzimmer‘ genannt lässt es sich richtig gemütlich entspannen. Ob zu Kaffee & Kuchen und einem guten Buch, zum After-Work Cocktail oder mit Familie und Freunden zum Brunch. Man fühlt sich hier ein bissl wie Zuhause auf der Couch.

PHILOSOPHIE

Nachhaltige Qualität

Ohne die richtigen Produkte ist natürlich auch die perfekte Zubereitung nur die halbe Miete. Nachhaltige Lebensmittel sind essentiell für die Betreiber. Genauso wie Top-Qualität. Dafür fährt man dann auch mal um 1 Uhr morgens auf den Markt, weil es sich lohnt für Nischenprodukte früh aufzustehen. Dabei spielen Bio- und Fairtrade Siegel weniger eine Rolle, als der nachhaltige und liebevolle Anbau der Produkte, sowie eine gleichbleibende Qualität. Das Brot beispielsweise kommt von der oberösterreichischen Bio-Holzofenbäckerei Gragger & Cie, die guten Eier aus Helene Ziel’s Bioladen in der Kettenbrückengasse. Das Fleisch kommt Großteils von Bio-Schober aus der Region, der 1310 Bio-Vodka ebenfalls aus Oberösterreich und nicht zuletzt das Bier welches teilweise selbst importiert wird, wie z.B. das Baumgartner Bier aus dem Innviertel, wo auch die Betreiber herstammen.

Die französische Küche stellt für Farangis und Stan die Königsklasse der Kochkunst dar und somit finden sich neben regionalen auch immer wieder mal französische Produkte wie Käse, Wein, Desserts, Tee oder Verjus auf der Karte. Neben der hohen Qualität und einem regionalen Bezug der Produkte ist die Saison ein weiterer wichtiger Faktor in der Küche. Denn: „Die Saison schreibt unsere Karte“. Beides bedeutet: Die Karte wechselt häufig, wirklich gute Produkte bekommt man eben nur in kleinen Mengen und manchmal sind die Gerichte halt auch einfach aus. Weil sie aus sind. Aber keine Angst: dafür wartet dann sicherlich eine ebenso hochwertige Alternative auf der Karte.

TEAM


Farangis

als umtriebige Geschäftsfrau zu bezeichnen wäre dezent untertrieben. Die ‚Deladap‘ – Sängerin tourt neben der Brasserie mit ihrer Band um die Welt, betreibt ein kleines Musiklabel ist Gründerin und Obfrau des Vereins ‚Refugees Welcome To Austria‘ und befindet sich am Ende des BWL Studiums. Ihre Leidenschaft gehört neben der Musik jedoch dem Essen und der gesunden Küche. Die gebürtige Innviertlerin kam 1989 mit ihrer Familie über Umwege statt nach Australien nach Österreich und wuchs mit der persischen Küche auf. Ihre orientalischen Wurzeln finden sich in der Brasserie und der Karte immer wieder dezent wieder. Farangis ist Köchin aus Leidenschaft und unterstützt neben den betriebswirtschaftlichen Bereichen den Chefkoch auch Abends in der Küche. Am Wochenende tischt sie gemeinsam mit Brunch Chef Harald Keller den Weekendbrunch auf. Harald serviert auch unter der Woche herzhafte Gerichte zum Mittagstisch.

Stan

kommt aus der Michelin-Star Küche und hat jahrelang in oberösterreichischen Spitzenrestaurants wie dem Tanglberg oder dem Wirt am Berg gekocht. Irgendwann warf er den Kochlöffel hin und begann das Informatikstudium. Erst durch Farangis fand er wieder den Weg zurück in die Küche. Der Name des Restaurants ist somit eine Anspielung auf Chef Stans Wandel von der Küche zum Software Engineering und retour. In seinem eigenen Restaurant war ihm jedoch wichtig, dass es sich weniger um das Drumherum und noch vielmehr um den Teller und was darauf präsentiert wird dreht. Sein Interesse Dingen auf den Grund zu gehen, sie zu studieren und zu verstehen und sie auch aus einem wissenschaftlichen Winkel zu betrachten spiegelt sich mit Sicherheit in seiner Kochkunst wieder. Unermüdlich werden neue Techniken und Produkte aus allen Bereichen und Ländern ausprobiert. Bedeutungsvoll dabei ist es die Gerichte nicht zu sehr zu adaptieren und möglichst nahe an den Wurzeln der Rezepte zu bleiben.